1941 - 1950

1939-1945
waren harte Zeiten, eine Kriegszeit; auch für den aktiven Fußball. Die Spiele mussten, wegen Beschlagnahme des Rosen-Platzes durch die Wehrmacht, wieder auf dem Turnplatz ausgetragen werden. Alle Tage kamen neue Einberufungen, Meldungen von Kriegsverwundungen, von Gefallenen und Vermissten. Zurückgeblieben sind hart vom Schicksal getroffene Frauen und Kinder. Das damalige Regime förderte wohl den Jugendsport. Kriegsbedingt wurde nur im Jungvolk und in der HJ unter schwierigen Umständen bis Dezember 1943 der Fußballsport aufrecht erhalten. Schüler wurden zu Verantwortlichen, zu Organisatoren - in Begeisterung zum Fußballspiel. Zu den Auswärtsspielen wurde meist mit Fahrrädern bis zu 25 km Entfernung gefahren. Aber gerade Krisenzeiten schaffen Zusammengehörigkeit und Kameradschaft.

1946/47 Nach Kriegsschluss fanden sich Fußballbesessene wieder zu Spielchen zusammen, und wieder war Ernst Braun (Masseur) einer derOrganisatoren zum geordneten Spielbetrieb. Am 14. Februar 1946 wurde vom Administrateurgeneral der franz. Besatzungszone in Baden-Baden auf Antrag der Herren Ernst Braun und Christian Gaiser Genehmigung zur Abhaltung einer Versammlung zur Gründung eines Sportvereins erteilt. Die endgültige Neugründung erfolgte am 1. Februar 1947 mit den Sparten Fußball, Skilauf, Handball, Turnen und Tischtennis. Die Sparte Fußball leitete Ernst Braun. Besonderer Dank gilt dem damaligen ersten Vorsitzenden des Gesamtsportvereins Karl Hochstetter, welcher die größten Schwierigkeiten der Verwaltung und Organisation mit Tatkraft und unvergleichlichem Optimismus im Hinblick auf eine gesamtörtliche Sportgemeinschaft gemeistert hat.

1949 beschlossen die Sparten Handball und Turnen, einen selbständigen Turnverein zu gründen, so dass schließlich die Sparten Fußball und Skilauf bis zum heutigen Tag im Sportverein e.V. in Harmonie und sportkameradschaftlicher Geschlossenheit vereint sind. Der ordentliche Spielbetrieb begann am 20. März 1946 mit einem Spiel gegen Klosterreichenbach auf dem Turnplatz (beim Schwimmbad). Die erste Verbandsrunde startete am 15. September 1946 auf dem "Rosen-Platz in der A-Klasse des Kreises Freudenstadt. Die Stammspieler der ersten Nachkriegsjahre, meist aus Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, waren: Walter Raith, Karl-Heinz Schnirring, Ludwig Bals, Hermann Keck, Erwin Klumpp, Eugen Morlock, Eugen Gaiser, Erich Schleh, Kurt Finkbeiner I und II, Willi Keck, Otto Wein, Günther Hornig, Herbert Faißt, Walter Nübel, Gotthold Wagner, Herbert Heizmann, Walter Gäßler, Willi Preschle und der beliebte Spielertrainer Robert Huenz.

1948 übernahm der frühere aktive und talentierte Tormann und Feldspieler Theo Fischer die Fußballtruppe. 1949 wurde der Sportplatz an der "Rose" durch enorme Eigenleistung der Aktiven vergrößert und wesentlich verbessert. Freundschaftsspiele gegen attraktive Mannschaften, wie Tennis-Borussia Berlin, VfB Mühlburg, CuS Mailand und Leicester (England) waren sportliche Höhepunkte damaliger Zeit. 1952 organisierte Theo Fischer eine Fünftagesfahrt nach Südtirol. in Verbindung mit einem Freundschaftsspiel gegen Bruneck. Es wurde zu einem totalen Erlebnis und für die Beteiligten heute noch die netteste Erinnerung an die aktive Zeit.